Für den nächsten Betriebsschritt

Übergabe vorbereiten, Nachweise im Bestand geordnet führen

Wenn ein Betrieb an die nächste Generation übergeht, müssen Unterlagen nachvollziehbar und Fristen bekannt sein. Stallheft führt Bestandsregister, Arzneimittelnachweise und anstehende Meldungen für kleinere und mittlere Tierhaltungen zusammen.

  • Für Nutztierhalter
  • Pilotphase
  • Deutsche Rechtsquellen
  • Ohne Herdenmanagement
Zwei Generationen eines Tierhalterbetriebs prüfen Unterlagen am Hoftisch
RinderBestände sauber führen
SchafeBewegungen dokumentieren
ZiegenArzneimittel nachweisen
SchweineFristen im Blick

Vor der Übergabe

Pflichten liegen oft an verschiedenen Orten

Der Abgabebeleg vom Tierarzt steckt im Ordner, das Bestandsbuch liegt im Stall und die nächste Meldung steht nur im Kalender. Bei der Betriebsübergabe wird aus dieser Verteilung schnell eine offene Frage: Was ist vollständig, was fehlt noch?

Belege im Ordner

Tierärztliche Abgabebelege werden abgelegt, aber nicht immer direkt einer Behandlung zugeordnet. Die Wartezeit und der behandelnde Tierbestand bleiben dann schwer auffindbar.

Register im Stall

Zu und Abgänge werden auf Papier notiert, später vielleicht übertragen. Eintragungen aus mehreren Wochen lassen sich nur mit Mühe abgleichen.

Fristen ohne Hinweis

HIT-Meldungen und wiederkehrende Meldungen richten sich nach festen Vorgaben. Ohne Erinnerung fällt die Frist häufig erst auf, wenn sie schon nah ist.

Übergabe ohne Übersicht

Die nächste Generation übernimmt nicht nur Tiere und Flächen, sondern auch laufende Nachweise. Fehlende Ablagewege machen die Übergabe unnötig unsicher.

Tierhalterin dokumentiert eine Behandlung auf einem Tablet

Ein klarer Ablauf

Vom Stallereignis zum vollständigen Nachweis

Stallheft orientiert sich an den Vorgängen, die auf dem Betrieb ohnehin stattfinden. Ein Zugang, eine Behandlung oder ein anstehender Termin wird dort erfasst, wo er später wiedergefunden werden muss.

  • Ereignis eintragenZu und Abgänge sowie Behandlungen werden dem passenden Tierbestand zugeordnet. Die Einträge bilden die Grundlage für Ihre betriebliche Übersicht.
  • Beleg ergänzenZu einer Arzneimittelanwendung lassen sich die Angaben aus dem Abgabebeleg festhalten. Wartezeiten bleiben zusammen mit der Behandlung sichtbar.
  • Termin verfolgenStallheft führt wiederkehrende Aufgaben und gesetzte Fristen in einer Übersicht. Sie erhalten einen Hinweis, bevor ein Termin aus dem Blick gerät.

Für den Betriebsalltag

Funktionen für Register, Belege und Termine

Stallheft konzentriert sich auf die Nachweise und Fristen kleinerer Tierhaltungen. Es ersetzt keine fachliche Beratung durch Tierarzt, Behörde oder QS-Beratung.

Bestandsregister

Erfassen Sie Zu und Abgänge nach Tierart und Bestand. Die Einträge bleiben für Rückfragen übersichtlich.

Arzneimittelbuch

Dokumentieren Sie Anwendungen bei lebensmittelliefernden Tieren mit den erforderlichen Angaben aus Ihrem Beleg.

Wartezeiten

Hinterlegen Sie das Ende einer Wartezeit zur jeweiligen Anwendung. So ist die Information nicht nur auf dem Papierbeleg vorhanden.

Fristenkalender

Führen Sie HIT-Termine, Meldungen und eigene betriebliche Aufgaben in einem Kalender.

Erinnerungen

Lassen Sie sich vor einem eingetragenen Termin erinnern. Den Zeitpunkt bestimmen Sie passend zu Ihrem Arbeitsablauf.

Belegablage

Ordnen Sie Unterlagen den passenden Einträgen zu. Das erleichtert die Vorbereitung auf Kontrolle, Audit oder Übergabe.

Bestandsübersicht

Sehen Sie die erfassten Bewegungen und offenen Aufgaben je Tierart auf einen Blick.

Zugriff für Tierärzte

Tierarztpraxen können für Kundenbetriebe einen kostenlosen Zugang erhalten, wenn der Betrieb dies freigibt.

Was sich ändert

Unterlagen, die auch die nächste Generation versteht

Eine Betriebsübergabe braucht keine neue Zettelwirtschaft. Sie braucht einen nachvollziehbaren Stand, den Familie und Mitarbeitende im Alltag weiterführen können.

Zwei Generationen besprechen geordnete Unterlagen zur Tierhaltung

Weniger Sucharbeit

Behandlung, Beleg und Wartezeit stehen im selben Zusammenhang. Das reduziert die Suche in Stallbuch, Ordner und Kalender.

Fristen bewusster führen

Anstehende Meldungen werden als Aufgabe sichtbar. Sie entscheiden rechtzeitig, wer sie prüft und übermittelt.

Übergabe erleichtern

Die nachfolgende Generation erhält eine geordnete Arbeitsgrundlage. Offene Punkte lassen sich gemeinsam besprechen statt erraten.

Kontrolle vorbereiten

Register und Nachweise sind für die betriebliche Prüfung strukturiert abgelegt. Das ersetzt keine Prüfung, macht den vorhandenen Stand aber nachvollziehbar.

Rechtsquellen statt Behauptungen

Diese Pflichten geben den Rahmen vor

Stallheft richtet seine Dokumentation an überprüfbaren Vorgaben für Tierhalter aus. Die konkrete Anwendung hängt von Tierart, Haltungsform und den Vorgaben der zuständigen Stelle ab.

Register für gehaltene Tiere

Unternehmer müssen für gehaltene Landtiere Aufzeichnungen führen. Das Register muss die in den einschlägigen Regeln vorgesehenen Angaben enthalten und der zuständigen Behörde auf Verlangen zugänglich sein.

Grundlage: Artikel 102 Verordnung (EU) 2016/429; Artikel 22 Delegierte Verordnung (EU) 2019/2035

Arzneimittelanwendungen dokumentieren

Halter von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, müssen Aufzeichnungen über Arzneimittel führen. Dazu gehören unter anderem Angaben zu Arzneimittel, Datum der Anwendung und Wartezeit; die Aufzeichnungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren.

Grundlage: Artikel 108 Verordnung (EU) 2019/6

Antibiotikadaten halbjährlich melden

Betroffene Tierhalter übermitteln die vorgeschriebenen Daten zur Anwendung antimikrobiell wirksamer Arzneimittel für jedes Kalenderhalbjahr. Die Übermittlung erfolgt jeweils spätestens 14 Tage nach Ablauf des Kalenderhalbjahres.

Grundlage: § 55 Absatz 1 Tierarzneimittelgesetz (TAMG)
Porträtfoto von Julien Jimenez, Autor der Fachbeiträge von Stallheft
Julien Jimenez

Julien Jimenez ist Herausgeber und Autor der Fachbeiträge von Stallheft. Zur Autorenseite

Stallheft befindet sich in der Pilotphase. Gesucht werden Erstanwender, die ihre tatsächlichen Abläufe bei Registerführung, Arzneimittelnachweisen und Fristen einbringen möchten.

Pilotzugang und Preise

Einfach je Betrieb abrechnen

Der frühe Zugang dient dem gemeinsamen Prüfen der Abläufe im Betrieb. Danach richtet sich der Preis nach der Größe des Tierbestands, nicht nach einer umfangreichen Herdenmanagementausstattung.

Alle Preise verstehen sich je Betrieb und Monat zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Pilotzugang ist für ausgewählte Erstanwender vorgesehen.

Pilotzugang

Für Erstanwender, die Stallheft im eigenen Betriebsalltag erproben und Rückmeldung geben möchten.

0 Eurowährend der Pilotphase

  • Ein Betrieb
  • Bestandsregister
  • Arzneimittelnachweise
  • Fristenkalender
  • Persönliche Einführung
Pilotzugang anfragen

Vergabe nach Rücksprache.

Bis 300 Tiere

Für Betriebe mit größerem Bestand und bis zu 300 Tieren.

29 Europro Monat

  • Ein Betrieb
  • Bis 300 Tiere
  • Bestandsregister
  • Arzneimittelnachweise
  • Fristen und Erinnerungen
  • Belegablage
Angebot anfragen

Für wachsende Bestände.

Fragen aus dem Betrieb

Häufige Fragen zu Stallheft

Hier beantworten wir, was vor einem frühen Zugang oder einer Vorführung wichtig ist.

Ersetzt Stallheft die HIT-Meldung?

Nein. Stallheft unterstützt Sie dabei, meldepflichtige Vorgänge und Fristen im Blick zu behalten. Die Übermittlung an HIT erfolgt weiterhin über den vorgesehenen Meldeweg und liegt in Ihrer Verantwortung.

Kann ich damit ein Bestandsregister führen?

Stallheft ist dafür gedacht, Zu und Abgänge sowie die dazugehörigen Angaben strukturiert zu erfassen. Ob Ihre Einträge für Ihren konkreten Betrieb vollständig sind, richtet sich nach den für Tierart und Vorgang geltenden Vorschriften.

Dokumentiert Stallheft Wartezeiten?

Ja. Bei Arzneimittelanwendungen können Sie die Wartezeit zusammen mit der Behandlung erfassen. Die fachliche Festlegung der Wartezeit ergibt sich aus der tierärztlichen Anweisung und den Angaben zum Arzneimittel.

Für welche Tierarten ist Stallheft gedacht?

Der Schwerpunkt liegt auf Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen. Besonders angesprochen sind Mutterkuh-, Weide- und Nebenerwerbsbetriebe mit überschaubarem Tierbestand.

Was kostet der Zugang für meine Tierarztpraxis?

Tierarztpraxen erhalten einen kostenlosen Zugang zu den Kundenbetrieben, die ihnen ausdrücklich Zugriff geben. Die Praxis sieht nur die Betriebe, für die eine Freigabe besteht.

Ist Stallheft schon fertig verfügbar?

Stallheft befindet sich in der Pilotphase. Erstanwender erhalten frühen Zugang und helfen mit ihrer Rückmeldung dabei, die Abläufe für den tatsächlichen Stallalltag zu prüfen.

Kann ich Stallheft für eine Betriebsübergabe nutzen?

Ja, Stallheft soll Unterlagen und offene Aufgaben so bündeln, dass sie gemeinsam durchgesehen werden können. Es ersetzt jedoch nicht die fachliche Prüfung von Übergabe, Verträgen oder behördlichen Pflichten.

Stallheft Magazin

Anleitungen für wiederkehrende Pflichtfragen

Hinweise zu Bestandsregister, Arzneimittelnachweis, HIT-Fristen und der Dokumentation im Tierhalterbetrieb.

Zum Magazin

Pilotbetrieb werden

Stallheft im eigenen Betrieb ansehen

Erzählen Sie uns kurz, welche Tiere Sie halten und wo Ihre Unterlagen heute liegen. Wir klären mit Ihnen, ob der frühe Zugang zu Ihrem Betrieb passt.

  • Wir besprechen Ihre Tierarten und Arbeitsabläufe.
  • Sie erhalten eine Vorführung mit Bezug auf Ihren Betrieb.
  • Wir erklären offen, was im Pilot bereits möglich ist.

Frühen Zugang anfragen

Stallheft ist für Betriebe gedacht, die ihre Pflichtunterlagen nicht mehr zwischen Stall, Ordner und Kalender suchen möchten. Ihre Anfrage hilft uns, den Pilot an den tatsächlichen Arbeitsalltag anzupassen.

Bitte nennen Sie keine Gesundheitsdaten einzelner Personen oder vertrauliche Zugangsdaten.

Wir antworten auf Ihre Anfrage persönlich und verwenden Ihre Angaben nur zur Bearbeitung der Kontaktaufnahme. Sie erreichen uns auch direkt unter jimenezjulien42@gmail.com.